Wärmepumpe in der Praxis

Autor: Sebastian Handl, Stand 11.04.2026

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Einführung
  3. Förderung und Anmeldung
  4. Kennzahlen: COP, JAZ, MAZ
  5. Heizlastberechnung und Bivalenzpunkt
  6. Taktung der Wärmepumpe
  7. Meine Anlagen-Realisierung
  8. Ein-Jahres-Verbrauchsdaten
  9. Bilder
  10. Gegenüberstellung Verbrauch: Wärmepumpe vs. Gas
  11. Meine Heizkurve und das Heizverhalten
  12. Fazit und Kommentar

1. Vorwort

Viel polemische Prosa in der Politik und hier-und-da wird auch freimütig unter dem Denkmantel der Entscheidungsfreiheit Inkompetenz zur Schau gestellt.

Bis hier hin sollten die ökonomischen Interessen eines jeden Heizungsbesitzers bzw. Heizungsbenutzers (Mieter) im Vordergrund stehen. Mit Blick auf den Klimawandel sollten ebenfalls die ökonomischen Interessen der Allgemeinheit im Fokus stehen.
Es ergibt überhaupt keinen Sinn, was die Regierung da bzgl. Heizungsgesetz forciert. Und aus verschiedensten Richtungen – sei es Umwelt, Wirtschaft oder Industrie – wird dies deutlich angemerkt.

2. Einführung
(Wärmepumpe in der Praxis)

Am Ende muss eine Heizung das Haus warm bekommen. Entweder interessiert man sich für die Zusammenhänge oder nicht.
Zur Realität gehört aber auch dazu, dass das individuelle System Haus-Heizung-Verbrauchsverhalten immer komplexer wird und die Heizungsanlage gleichzeitig in ihren Möglichkeiten immer mächtiger.
Hier das gesamte Knowhow dem Heizungsbauer anzudichten, ist mittlerweile zu kurz gedacht. Auf der anderen Seite kann der Heizungsbesitzer immer weniger einstellen, was eine Fehlbedienung verringert.
Um die Heizung seitens des Benutzers möglichst effizient und damit ökonomisch zu betreiben wird in den Einstellungen das Verbrauchsverhalten „abgebildet“. Und hier hat der Heizungsbesitzer am Ende doch Einstellparameter an der Hand – Stichwörter Heizzeiten und Warmwassererwärmung.
In Kombination mit Photovoltaik kann man die Ökonomie nochmal deutlich steigern.

Das alles läuft darauf hinaus, dass man an Daten von seinem Haus oder seiner Wohnung rankommt, die die Entscheidungsgrundlage für Heizungseinstellungen liefert.

3. Förderung und Anmeldung

Im Vorfeld der Neuregelung des Heizungsgesetzes 2026 habe ich mich gewundert und war/bin gespannt, was die Merz-Regierung zu Stande bekommt. Denn die Habecksche Realisierung ist/war am Ende effizient und einfach in der Handhabung. Auf digitalem Weg bekommt man nach 30 Minuten Online-Formular-Ausfüllen fünf Minuten später die Förderzusage per Email. Das sollte nun besser werden. So hatte ich das verstanden.

Mittlerweile gibt es eine Skizzierung, wie das gelingen soll. Es bleibt wohl bzgl. Förderung der Wärmepumpe bis mindestens 2029 so wie es war.

Hier mal Video-Links, was bisher und wohl weiterhin zu tun ist.

Am Ende muss die Wärmepumpe durch den Elektriker beim Versorger angemeldet werden. Damit es hier zu keinen Missverständnissen kommt, sollte der Umstand frühzeitig angesprochen werden.

4. Kennzahlen: COP, JAZ, MAZ

COP (coefficient of performance), JAZ (Jahresarbeitszahl) und MAZ (Monatsarbeitszahl) sind Kennzahlen zur Beurteilung der Effizienz einer Wärmepumpe unter standardisierten Laborbedingungen (COP) und realen Bedingungen im verbauten Objekt (JAZ, MAZ). Letztere Kennzahlen haben einen direkten Zusammenhang zu dem Verbrauch, der auf Ihrer Nebenkostenabrechnung steht.

Ihr (alter) Gasverbrauch in kWh (Anzeige Gaszähler x Versorgerformel ~ Faktor 10), stellt direkt die (damals) erzeugte Wärmemenge dar.

Alle Kennzahlen sind einheitenlos und bewegen sich typischerweise zwischen 3 und 5. Sie beschreiben grundsätzlich das Verhältnis von erzeugter Wärmemenge in kWh zu dafür benötigter Strommenge in kWh im betrachteten Zeitabschnitt (Jahr, Monat).

Der COP stellt eine Kennzahl dar, die jeder Hersteller für seine Wärmpumpe unter denselben standardisierten Bedingungen im Labor ermittelt. Dadurch ist die Effizienz verschiedener Wärmepumpenmodellen vor dem Kauf vergleichbar.

Die JAZ und MAZ sind Kennzahlen, die im echten Betrieb individuell ermittelt werden. Als Einflussgrößen kommen hier u.a. die Wärmedämmung des Hauses, die Rohrführung und Isolierung oder das Nutzerverhalten, aber auch typische Außentemperaturen (Frühling, Sommer, Herbst, Winter) oder die Einstellung der Heizkurve zum Tragen.

Typischerweise wird die JAZ zur Beurteilung herangezogen. Die MAZ kann man zur Effizienzbeurteilung für einen engeren  Zeitabschnitt wählen, wenn man zielgerichtete Fragestellungen hat. Z.B. wie Effizient arbeitet die Wärmepumpe im Sommer, wenn sie nur Warmwasser erzeugt oder wie wirkt sich die Außentemperatur auf die Effizienz der Wärmepumpe aus?

5. Heizlastberechnung und Bivalenzpunkt

Als praktisch veranlagter Wärmepumpenbetreiber möchte ich an dieser Stelle gar nicht auf die Themen Heizlastberechnung und Bivalenzpunkt eingehen. Bei Interesse einfach den Links folgen.

Ich habe jedenfalls nach einem Jahr heizen mit der Wärmepumpe erfreut festgestellt, dass in dieser  Zeit der E-Heizstab nur 3 Stunden an war.

6. Taktung der Wärmepumpe
(Wärmepumpe in der Praxis)

Die Taktung/der Verdichterstart einer Wärmepumpe beschreibt die Start-Phase der Wärmeerzeugung durch den Verbrauch elektrischer Energie. Es sind in den Heizungseinstellungen Temperaturwerte eingestellt. Werden diese unterschritten, springt die Wärmepumpe an. Werden die Werte erreicht, geht die Wärmepumpe wieder aus.

Zu Beginn jedes Taktzyklus‘ entsteht zunächst Verlustleistung. Diese wird benötigt, um den Kompressor der Wärmepumpe „für die Wärmeerzeugung vorzubereiten“.  Eine hohe Anzahl an Taktzyklen pro Tag verringert zusätzlich die Lebenszeit der Wärmepumpe.

Die Wärmepumpe taktet. Das ist Physik. Durchforstet man das Internet mit der Fragestellung „Wieviel Taktung ist normal?“, kann einem schnell komisch werden. Eventuell vermutet einen Defekt bei seiner Wärmepumpe.

Vorausgesetzt man möchte über die Technik bei einem Schoppen fabulieren – ein hervorragendes Stammtischthema. Unter Missachtung der Rahmenbedingungen, z.B. Außentemperatur in Übergangszeiten, kann man sich regelrecht nichtssagende Taktzahlen um die Ohren hauen. „Taktung 1 bis 40 sticht.“ Ich kann alles.

Die durchschnittliche Taktung bei meiner Wärmepumpe liegt überschlägig bei 10000 Netzbetriebsstunden (~ 1 Jahr) und 4000 Verdichterstarts bei 0,4 Verdichterstarts pro Stunde. Stichproben bei schlechten Bedingungen (Übergangszeiten im Jahr) ergaben, dass die Verdichterstarts bei maximal 3 pro Stunde liegen. Informationen aus zweiter Hand besagen, dass führende Wärmepumpenhersteller 3 Verdichterstarts pro Stunde als normal ansehen. Die Anzahl der Verdichterstarts im Lebenszyklus des Verdichters wird von ihnen mit 100.000 angegeben. Nach einem Jahr Betrieb kommt meine Wärmepumpe auf 3213 Verdichterstarts. Hochgerechnet, ein defekter Verdichter am Ende seines Lebenszyklus ist ein kapitaler Schaden an der Wärmepumpe, bedeutet das ein Lebenszyklus der Wärmepumpe von ~ 30 Jahren.

Nach einem Jahr Betrieb habe ich die maximal zulässige Anzahl der Verdichterstarts pro Stunde in der Wärmepumpenregelung auf 3 begrenzt.

Die Leistung der Wärmepumpe habe ich auf 50% begrenzt. Davon verspreche ich mir weniger steile Spitzen in der Stromverbrauchskurve und eine gleiche oder besser JAZ.

Die Leistungsreduzierung an dieser Stelle ist KEINE Änderung der Betriebsart (geräuschoptimiert, Ventilator dreht langsamer = weniger Luftdurchsatz). Das würde eine Verringerung der Effektivität bedeuten.

[Für Wolf-CHA-Benutzer es handelt sich um die Parameter:

  • WP065 Limitierung Tagbetrieb
  • WP121 Verdichter max. Starts pro Stunde

].

Da ich erst ab 2026 noch umfangreichere Daten über die Wärmepumpe protokolliere, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine quantitative Aussage treffen.

Im Folgenden werden verschiedene Verbrauchskurven des gesamten Hausstrombedarfs dargestellt. Die Taktung der Wärmepumpe ist an den Zacken erkennbar. Zacken bei erhöter Grundlast stellen kein Takten dar. Hier moduliert die Wärmepumpe oder andere Verbraucher sind aktiv.

27.10.2025 - Beispiel für Takten der Wärmepumpe (Zacken in der Verbrauchskurve) über den Tag.
27.10.2025 – Beispiel für Takten der Wärmepumpe (Zacken in der Verbrauchskurve) über den Tag.
01.02.2026 – Bei winterlichen Temperaturen läuft die Wärmepumpe quasi durch.
01.02.2026 – Bei winterlichen Temperaturen läuft die Wärmepumpe quasi durch.
24.02.2026 – Die Wärmepumpe heizt nur im Heizbetrieb. Die Außentemperaturen reichen nicht, um den Absenkbetrieb auszulösen.
24.02.2026 – Die Wärmepumpe heizt nur im Heizbetrieb. Die Außentemperaturen reichen nicht, um den Absenkbetrieb auszulösen. Der Wärmekomfort im Haus ist trotzdem gegeben.

Am effektivsten haben folgende „Parameter“ Einfluss auf die Taktung:

  • Richtige Dimensionierung der Wärmepumpe
  • Höhe der Vorlauftemperatur (Die erzeugte Wärme muss auch abgenommen werden! Wobei moderne Reglungen hier schon Richtung „idiotensicher“ autark arbeiten und Parameter nur innerhalb enger Grenzen frei angepasst werden können.)
  • Dauer der Heizzeiten

Eine Grafik möchte ich für Wärmepumpe in der Praxis noch nachreichen, nämlich die durchschnittlichen Verdichterstarts am Tag über die verschiedenen Monate meiner Wärmepumpe.

Wärmepumpe in der Praxis: Durchschnittliche Verdichterstarts am Tag über die verschiedenen Monate
Wärmepumpe in der Praxis: Durchschnittliche Verdichterstarts am Tag über die verschiedenen Monate

7. Meine Anlagen-Realisierung

Nach einigen Überlegungen haben wir uns für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entschieden, konkret für das Wärmepumpen-Center 300-50S (Inneneinheit) und den Monoblock CHA-10 (Außeneinheit) der Firma Wolf.

Mit wir ist ein zwei Personenhaushalt auf einer 180m2 Wohnfläche gemeint. Ca. 60 m2 sind davon aber Abstellfläche.

Der 280l Brauchwasserspeicher ist eigentlich viel zu groß für uns. Das macht sich energetisch allerdings kaum negativ bemerkbar. Aber es kann trotz regem Zirkulations-Pumpen-Betrieb und einer Speichertemperatur zwischen 55°C – 50°C, sowie gelegentlichem hochheizen auf 65°C (Anti-Legionellen-Funktion) nicht bestritten werden, dass sich das Warmwasser in der Hausinstallation erst nach ein paar Tagen komplett „getauscht“ hat – Stichwort Stagnation.

8. Ein-Jahres-Verbrauchsdaten
(Wärmepumpe in der Praxis)

Nach einem kompletten Betriebsjahr hat die Wärmepumpe 11300 kWh Wärme erzeugt. Dafür hat sie 3300 kWh Strom benötigt. Die Jahres-Arbeits-Zahl (JAZ) ist 3,4.

Die Verteilung des Jahresverbrauchs [kWh] ist folgender Grafik zu entnehmen.

Jahresverbrauch (März 2025 – Februar 2026) der Wärmepumpe. Von Mai 2025 bis einschließlich September 2025 erzeugte die Wärmepumpe ausschließlich Warmwasser.
Jahresverbrauch (März 2025 – Februar 2026) der Wärmepumpe. Von Mai 2025 bis einschließlich September 2025 erzeugte die Wärmepumpe ausschließlich Warmwasser.

9. Bilder
(Wärmepumpe in der Praxis)

10. Gegenüberstellung Verbrauch:
Wärmepumpe vs. Gas

Ein Vergleich der laufenden Kosten für die Wärmeerzeugung (Wärmepumpe vs. Gas) mag gelegentlich „etwas hinken“.  Trotzdem kann ich das Verbrauchsverhältnis-Verhältnis für Februar 2025/2026 mit

angeben.

Anmerken möchte ich dazu, dass die alte Gastherme aus persönlichen Gründen auf Werkseinstellungen lief.

11. Meine Heizkurve und das Heizverhalten
(Wärmepumpe in der Praxis)

Einen Punkt für den Erfahrungsbericht Wärmepumpe in der Praxis möchte ich nicht auslassen. Nämlich, wie ist meine Heizkurve eingestellt. Dabei handelt es sich nicht um eine Empfehlung, sondern um eine konkrete Angabe a’ la so habe ich das gemacht.

Die verschiedenen Hersteller bieten für ihre Heizungsreglung verschieden komplexe Einstellmöglichkeiten.

Im Folgenden stelle ich die Parameter meiner Heizkurve vor, die die Firma Wolf zusammen mit dem Bedienmodul BM-1 bietet.

Dabei hat sich die Heizkurve in der kalten Winterzeit bewehrt. In der Übergangszeit Herbst/Winter und Winter/Frühling scheint sie auch gut zu funktionieren.

Wärmepumpe in der Praxis: Einstellbare Heizkurve bei der Firma Wolf.
Einstellbare Heizkurve bei der Firma Wolf: Die rote Kurve ist innerhalb der Heizzeiten aktiv. Die blaue Kurve ist im Absenkbetrieb außerhalb der vorgegebenen Heizzeiten aktiv.
Im Sommer ist die Heizung ausgeschaltet oder sie schaltet sich im Automatikbetrieb bei einer Außentemperatur von 15°C selbständig ab.

Heizungsparameter:

Sockel-Temperatur35°C
Startpunkt Heizkurve15°C
Vorlauftemperatur (Heizkurve)50°C
Norm-Außen-Temperatur-11°C
ECO/ABS8°C
Absenkung (Sparfaktor)4 (=Δ 5,2°C)
Absenk-Stopp-Temperatur-7°C
Winter/Sommerumschaltung15°C
BetriebsartAutomatik

Die Heizkörperthermostate stehen in den Haupträumen (Wohnzimmer, Küche, Bad, Hobbyzimmer) auf Stufe 4. Andere Thermostate im Haus werden nach Bedarf und bei Bedarf eingestellt.

Die Heizung ist in der Zeit von 6 Uhr – 21 Uhr aktiv (rote Kurve). Außerhalb dieser Zeit befindet sie sich im Absenkbetrieb (blaue Kurve).

Bzgl. Heizzeiten für die Warmwassererzeugung experimentiere ich noch. Aber bei vorhandener Photovoltaik-Anlage ergibt es Sinn, die Warmwassererzeugung in die Sonnenstunden zu legen.

Wolf Smartset-APP Oberfläche

Über die Wolf Smartset-APP kann die aktuelle Vorlauftemperatur mit einem Offset im Bereich von ± 4°C erhöht oder abgesenkt werden und so die Temperatur dem persönlichem Bedürfnis unmittelbar feinabgestimmt angepasst werden.

Eine anschauliche Erklärung der Wolfheizkurve findet man über diesen Link auf Youtube ab Minute 3.00.

12. Fazit und Kommentar
(Wärmepumpe in der Praxis)

Die Wärmepumpe ist eine zukunftsorientierte, effektive und am Ende kostenmoderate Heiztechnologie. Es erschließt sich mir überhaupt nicht, warum die Regierung des deutschen Volkes unter peinlichem Getöse diesen Fortschritt einfangen will.

Am Ende werden die Verbraucher (Mieter) die Zeche zahlen, die bzgl. Heiztechnologie keine Wahlfreiheit haben.

Abschließend noch eine persönliche Einschätzung.

Die Google KI antwortet auf die Frage:

Wie groß muss die Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus mit 180 Quadratmeter Wohnfläche bei einem Wärmebedarf von 11300kWh im Jahr sein?

Antwort:

Für ein Einfamilienhaus mit 180 m² Wohnfläche und einem jährlichen Wärmebedarf von 11.300 kWh sollte die Wärmepumpe eine Leistung von etwa 6 bis 8 kW haben. [1, 2]

Dieser Wert ergibt sich aus zwei gängigen Berechnungsmethoden:

Berechnung über den Jahresverbrauch

Eine bewährte Faustformel teilt den jährlichen Wärmebedarf (in kWh) durch die durchschnittlichen Volllaststunden einer Wärmepumpe (ca. 2.000 bis 2.100 Stunden pro Jahr): [3, 4, 5]

  • Rechnung: 11.300 kWh / 2.000  h = 5,65 kW
  • Unter Berücksichtigung von Sicherheitsreserven für extrem kalte Tage oder die Warmwasserbereitung (ca. 0,25 kW pro Person) landet man meist bei einem 7-kW- oder 8-kW-Modell. [2, 6]

Abschätzung über die Wohnfläche (Heizlast)

Bei 11.300 kWh auf 180 m² liegt der spezifische Bedarf bei ca. 63 kWh/m² pro Jahr. Das entspricht einem modernen Standard oder einem gut sanierten Altbau: [7, 8]

  • Neubau/Guter Standard: Ca. 0,04 kW pro m² –> 180 m² x 0,04 kW = 7,2 kW.
  • Teilsanierter Altbau: Hier liegen die Richtwerte oft etwas höher (0,06 bis 0,08 kW/m²), was bei Ihrem niedrigen Verbrauch jedoch eher zu einer Überdimensionierung führen würde. [7, 9, 10, 11]

Wichtige Faktoren für die Feinabstimmung

  • Warmwasser: Planen Sie für die Warmwasseraufbereitung zusätzlich ca. 0,25 kW pro im Haushalt lebender Person ein.
  • Vermeidung von Überdimensionierung: Eine zu groß gewählte Wärmepumpe neigt zum „Takten“ (häufiges Ein- und Ausschalten), was den Verschleiß erhöht und die Effizienz senkt.
  • Sperrzeiten: Falls Ihr Stromanbieter Sperrzeiten für Wärmepumpenstrom nutzt, muss die Leistung eventuell leicht höher angesetzt werden, um die Pausen zu überbrücken. [2, 6, 12]

Für eine exakte Planung ist eine professionelle Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Fachbetrieb oder Energieberater unerlässlich. [13, 14, 15, 16, 17]

Soll die Wärmepumpe auch die Warmwasserbereitung für mehrere Personen übernehmen, oder ist dafür ein separates System geplant? [2]

[1] https://www.boesch.at
[2] https://gruenes.haus
[3] https://www.vattenfall.de
[4] https://www.viessmann.de
[5] https://www.viessmann.de
[6] https://www.wegatech.de
[7] https://www.heizungsfinder.de
[8] https://www.bosch-homecomfort.com
[9] https://www.enpal.de
[10] https://www.enter.de
[11] https://www.heizungsfinder.de
[12] https://www.thermondo.de
[13] https://www.youtube.com
[14] https://www.youtube.com
[15] https://gruenes.haus
[16] https://www.unidomo.de
[17] https://www.schramm.de

Und trotzdem habe ich den Eindruck, dass die Wärmepumpe nicht völlig am Ziel vorbei ausgewählt wurde.

Die Wärmepumpe bekommt das Haus warm. Dabei kann ich die Wärmepumpe sparsam einstellen, dass nicht genug Wärme erzeugt wird oder dass genug Wärme erzeugt wird.

Das Haus ist dabei zimmertechnisch recht offen gestaltet. Im Haus sind mehrere Thermometer zur Temperaturkontrolle verteilt.

Die Höhe der Taktung (ungünstigster Weise ~ 40 am Tag)  hält sich in Grenzen. Das liegt auch an den Heizzeiten. Der Wärmekomfort ist jedoch gut.

Vorher hatten wir mit einer knapp 28 Jahre alten Gastherme geheizt. Im Vergleich sind wir ökonomisch nicht schlechter unterwegs. In Bezug auf die Klimafreundlichkeit sind wir klar besser unterwegs.

Das Thema „Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern“ ist systemimmanent für Deutschland.

Meine ersten Gedanken zum Thema zur Wärmepumpe habe ich 2024 hier Heizen ohne Öl und Gas niedergeschrieben.